Im Sommer war in unserer Firma wieder ein Betriebsausflug angesagt.
Nachdem wir im letzten Jahr eine Lahntour gemacht hatten , die bei allen Beteiligten einen sehr guten Eindruck hinterlassen hatte, war das Ziel unseres diesjährigen Betriebsausflugs sehr schnell gefunden.

Es sollte wieder nach Weilburg an der Lahn gehen und von dort eine Lahntour starten.

Da wir unser Zuhause genau in der Mitte zwischen Weilburg und Bonn haben, schien es mir zweckhaft sofort mit dem WoMo nach Weilburg zu fahren und auch dort auf dem WoMo Stellplatz nach unserer Lahntour zu nächtigen. Zumal unsere Betriebsausflüge meist sehr feucht enden und an Autofahren nicht mehr zu denken ist.

Aber zuvor sei noch gesagt, dass Weilburg ein sehr schönes Städtchen ist und immer einen Besuch wert ist, nicht nur als Ausgangspunkt für eine Lahntour.

Anfahrskitze und Stadtplan von Weilburg.
Der WoMo Stellplatz hat eine Entsorgungsstation und liegt sehr ruhig am Lahnufer, unweit des Rollschiffes und der Schleuse.
Im Sommer 2001 kostete die Übernachtung 10,- DM 

WoMo stellplatz

Am Freitagmorgen war ich schon um 9.00 Uhr am WoMo Stellplatz und suchte mir einen schönes schattiges Plätzchen , wo mein rollendes Hotel den Tag über stehen sollte, während wir auf der Lahn unterwegs waren.
Anschließend machte ich mich auf den Weg zur Bootsanlegestelle, die auf der anderen Stadtseite, in der Nähe des Bahnhofs liegt. Das Ganze ist ein Fußmarsch von ca. 15 Minuten.

An der Anlegestelle angekommen wartete ich auf die Ankunft meiner Kollegen, die mit einem Bus aus Bonn anreisen wollten.
Kurze Zeit später kam der Bus auch an. Nach kurzem Hallo übernahmen wir die Boote und konnten in See stechen. Was aber leichter gesagt als getan ist. Und so dauerte es eine Weile, bis alle in ihren Booten saßen und es losgehen konnte.

Am Bootsanlegesteg

Vom Anlegesteg geht es zunächst durch den berühmten Schiffstunnel zur 1. von vier Schleusen, die wir vor uns hatten. Durch den dunklen Tunnel ist es schon recht gruselig und etwas unheimlich zu fahren. Der Tunnel endet dann in der Schleuse, die von Hand bedient werden muß. Also heißt das für zwei Mann aussteigen und die Schleuse bedienen.

Hier in der engen Schleusenkammer ist es schon etwas unheimlich und die Bedienmannschaft auf dem Schleusentor kurbelt sich das Hemd aus der Hose.

Nach der Schleuse geht die Fahrt sehr behäbig und ruhig weiter durch eine sehr schöne Landschaft.
Mittlerweile stand die Sonne sehr hoch am Himmel und verströmte ihre Kraft. In den Booten wurden die ersten
Six Packs Bittburger geöffnet und die Fahrt wurde immer lustiger und feuchter, von innen und aussen..
Die noch anstehenden Schleusen wurden gerne als willkommenen Gelegenheit in Anspruch genommen, den menschlichen Bedürfnissen nachzukommen, die nach Genuss von zu viel Bittburger entstehen.

Nachdem alle Schleusen bewältigt waren , warteten alle darauf, dass hinter der nächsten Biegung das vertraute Schild eines Biergartens auftauchte. Aber es sollten noch einige Biegungen und Schleifen der Lahn kommen, bevor das erwartete Paradies vor unseren Augen auftauchte.

Hier im Biergarten konnte man sich von den Strapazen der Paddelei bei einem Weizen gut erholen, bevor es auf die letzte Etappe der 26 Km langen Tour ging.

Nach dem erfrischenden Aufenthalt im Biergarten hieß es nun die letzten paar Kilometer bis Villmar in Angriff zu nehmen. Dort erwartete uns unser Bus , der uns nach Weilburg zurück bringen sollte um dort den Tag mit einem feudalen Menü in einer Gaststätte zu beenden.
 

Nach einem guten Essen und einigen Weilburger Lord Pils , wurde dann zum Aufbruch geblasen. Es war ja noch ein weiter Weg bis nach Bonn.
Nur ich hatte gut lachen, mein Hotel stand ja nur 5 Minuten entfernt auf dem WoMo Stellplatz und wartete auf mich.
Es war zwar dann etwas einsam, ganz allein im WoMo, was ich ja bis dahin auch noch nicht kannte. Aber ich muss wohl sofort in einen tiefen Schlaf gefallen sein und habe nichts mehr von meiner Umwelt mitbekommen.....

Am nächsten Morgen wurde ich schon früh wach. Es versprach wieder ein Bilderbuch Tag zu werden. Um 10 Uhr waren es schon 25°C. Mit dem Handy funkte ich den Rest der Familie Zuhause an und sagte ihnen, sie sollen sich fertig machen ich würde sie abholen und gleich wieder losfahren.
Bis nach Hause sind es von Weilburg knapp 50 Km und so war ich in einer Stunde Zuhause, wo alle schon warteten. Noch schnell die Fahrräder auf den Träger und ab ging die Fahrt, natürlich wieder Richtung Weilburg.

Da es sehr heiß geworden war legten wir erst einen Zwischenstop im Freibad ein. Um 17 Uhr erreichten wir dann wieder den Stellplatz in Weilburg, schnallten die Drahtesel ab und ab ging die Fahrt den Fahrradweg entlang der Lahn. Dieser Weg ist sehr eben und zieht sich durch eine wunderschöne Landschaft .
Wir fuhren noch bis kurz vor Villmar und kehrten dann um. Aber entgegen aller Befürchtungen ließ sich der Weg auch bergauf sehr gut fahren , es gibt so gut wie keine Steigung.

Auf dem Rückweg musste Lars noch die Schleuse in Weilburg genauer inspizieren und war ganz fasziniert von der altertümlichen Technik.
Zurück am WoMo gab es noch was gutes zu essen und dann , total groggi , in die Kojen. Nur diesmal nicht allein, sondern wieder mit vertrauter Mannschaft.
Alles in allem war das ein super Wochenende an der Lahn gewesen , was wir sicherlich noch ein paar mal wiederholen , da Weilburg ja fast vor unserer Haustür liegt.

 

(c) 2003 by G.Bruckhoff

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