Fronleichnam , ein Feiertag in Rheinland Pfalz und ein Donnerstag. Was lag da näher als den Freitag Urlaub zu machen und so ein langes Wochenende zu genießen.
Das Wetter sollte sehr schön werden und so planten wir für dies 4 Tage einen Besuch in München.

Zunächst wollten wir das Deutsche Museum besuchen und anschließend einen Bummel durch die schöne Bayernmetropole machen.

Ein Problem war im Voraus einen Stellplatz in München zu finden. Denn, bekanntlich gehört die Bayerische Landeshauptstadt nicht zu den Wohnmobil freundlichen Gemeinden.
Aber , dank Internet war die Stellplatzsuche dann doch kein größeres Problem mehr. Auf eine Anfrage von mir in der Newsgroup de.rec.reisen.camping erbrachte eine Menge Informationen.
Ein Münchner Wohnmobilist gab mir dann den Tip , in Neuperlach bei einem Einkaufszentrum zu parken . Ein U-Bahn Anschluss war sofort am Einkaufszentrum zu finden.

Am 29.05.02 ging es dann los , in Richtung München. Anscheinend wollten noch viele andere an diesem Tag in ein langes Wochenende starten und so standen wir ab Frankfurt nur noch im Stau.
Eigentlich wollten wir bis ins Altmühltal , oder Manching fahren, aber in Würzburg war Schluss und wir beschlossen in Gerolzhofen bei Würzburg zu übernachten.
 

Einen schönen und ruhigen Stellplatz findet man in Gerolzhofen, bei Würzburg.

Eine ausführliche Beschreibung findet man im PROMOBIL Stellplatz Atlas - Süd auf Seite 170.

Wir verbringen eine ruhige Nacht auf dem Parkplatz, der noch im Bau war und fahren nach dem Frühstück weiter , Richtung München.
In Manching bei Ingolstadt entsorgen wir unser WoMo noch einmal auf dem dortigen Stellplatz.
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir München - Neuperlach und begeben uns auf die Suche nach dem beschriebenen Stellplatz am “Hans Seidel Platz”.
Bald haben wir das Einkaufszentrum gefunden und können uns auf dem riesigen Platz einen Stellplatz aussuchen.
Anschließend sehen wir uns in der Umgebung um und informieren uns über den Fahrplan der U-Bahn.
Einen MC-Donalds gibt’s auch am Platz, und so ist das Abendessen gesichert, auch wenn’s nicht schmeckt.

Die Nacht war relativ ruhig, bis zum frühen Morgen, wo eine Kehrmaschine unaufhaltsam ihre Runden drehte und einen ziemlichen Krach veranstaltete.
Nach dem Frühstück packten wir unseren Reiseproviant zusammen und machten uns zur U-Bahn auf. Wir erstanden eine Partnerkarte , mit der wir vier 24 Stunden durch ganz München fahren konnten für 7,50 € und nun konnte es losgehen.
15 Minuten später standen wir an der Haltestelle in der Nähe vom Deutschen Museum.
Ein kurzer Fußweg noch und wir waren am Ziel.
Eine Familien Karte im Museum schlug mit 14.- € zu buche, die sich aber auf jeden Fall lohnen.

Das Museum war gut besucht, aber die vielen Leute verlaufen sich rasch in dem Gebäudekomplex.
Da ein Tag bei weitem nicht ausreicht , um alle Ausstellungen ausgiebig zu besuchen, suchten wir nur die für uns interessantesten heraus. Aber, das war auch noch so viel, dass wir am Schluss noch einiges streichen mussten.
 
Besonders interessant war für uns die Elektroabteilung ,Computer , Flugzeuge und Eisenbahn. Und am Schluss die noch wirklich hervorragend gestalteden Bergwerke. Irgendwann wollten dann die Beine nicht mehr und der Hunger plagte. So machten wir und dann auf den Weg zur U-Bahn Haltestelle.

 

 

 So hat wohl ein PC in den 50ern
ausgesehen. Nichts für den Schreibtisch, oder das Kinderzimmer.

 

 

 

 

Oliver testet sein Traumauto, einen BMW Z8 als Fahrsimulator..

Da muss er wohl noch etwas sparen, um sich diesen Traum zu erfüllen.

Nun war aber zuerst Fütterung der Raubtiere angesagt. Einige Gasthäuser lagen auf dem Weg zur U-Bahn, aber die Mehrheit der hungernden Meute wollte zu Würgerking, der leider auch auf unserem Weg lag.
Schweren Herzens lies ich mich breitschlagen und stimmte zu, war mir doch noch übel von unserem Festschmaus am Abend zuvor bei MC-doof.
Anschließend ging es noch mal kurz nach Neuperlach, um nach unserem WoMo zusehen.
Alles war noch o.k. und dann gleich wieder in die U-Bahn und zum Marienplatz. Hier eine kurze Stadtbesichtigung und Eis essen. Es war noch früh am Abend und so beschlossen wir noch mit der S-Bahn nach Pullach zu fahren. Dort war Oliver im Vorjahr mit der Schule gewesen.
Zudem machte es den beiden einen Höllenspaß mit der U und S-Bahn durch die Stadt zu brausen.
Um 21.00 Uhr waren wir dann wieder am Wohnmobil.

Es war immer noch hell und sehr warm, also, was lag näher als noch einmal eine Eisdiele aufzusuchen, bevor mir in die Betten krochen.

Wir hatten uns entschlossen noch eine Nacht in Neuperlach zu verbringen, in der Hoffnung dass uns die Kehrmaschine in Ruhe lässt.

 

Wir hatten Glück, es war eine sehr ruhige Nacht, wenn man einmal vom Großstadtverkehr absieht.

Das Wetter war herrlich und wir überlegten wo wir noch den letzten freien Tag verbringen könnten.
Bad Tölz schien uns geeignet und wir machten uns auf den Weg nach Süden.

In Bad Tölz gibt es einen schön gelegenen Stellplatz am Isar -Ufer.
Eigentlich wollten wir hier nur entsorgen, aber es gab noch einige freie Stellplätze und zudem kam noch ein WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Fernsehen, das wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Nach zwei Stunden Fußball, das Wetter war einmalig schön, wollten wir noch zu einem Spaziergang aufbrechen.
Oliver und Lars hatten aber dazu nicht besonders viel Lust. Es waren nur 20 Meter zur Isar und das herrlich saubere Wasser lockte zum Baden.
 

Lars ließ sich dann doch noch überreden mit uns ein wenig zu laufen, nur Oliver hatte wie immer keinen Bock und wollte lieber seine Füße in der Isar kühlen.
Unser Spaziergang dauerte dann auch nur eine Stunde. Als wir zurück kamen , lag Oliver mit Klamotten im Fluss und planschte aus Herzenslust im kalten Wasser.
Nun wollte auch Lars ins Wasser. Dazu mussten wir aber erst mal ins Wohnmobil. Ich fragte Oliver nach dem Schlüssel, worauf der behauptete , mir den Schlüssel gegeben zu haben.
Eine anschließende Suche nach dem Schlüsselbund blieb erfolglos. Da Oliver mit Klamotten in die Isar gesprungen war, lagen die Schlüssel wohl irgendwo am Isar Grund.


Zum Glück hatten wir Ersatzschlüssel dabei, ansonsten hätten wir wohl blöd dreingeschaut.
Eine anschließende, ausgiebige Suche, an der sich noch andere Wonmobilisten beteiligten, brachte auch keinen Erfolg. Die Schlüssel waren weg!

Ausgiebiges Planschen in der Isar.

Aber irgendwo auf dem Grund liegen wohl nun unsere WoMo Schlüssel.

Am Abend spülten wir unseren Ärger mit ein paar Dosen Bier herunter und führten noch ausgiebige “ Fachgespräche “ mit anderen Wohnmobilisten.

Am nächsten Morgen noch einmal gut frühstücken und dann ab Nachhause, was aufgrund des starken Rückreiseverkehrs gar nicht so einfach war. 
Spät abends erreichten wir aber wohlbehalten wieder unser Zuhause. Nur der Verlust der Schlüssel nagte noch etwas.
Das waren trotzdem herrliche Tage in München gewesen. München ist zwar nicht so Wohnmobil freundlich, aber man findet schon ein Plätzchen wo man stehen kann. Und mit dem WoMo in die Stadt fahren ist sowieso nicht ratsam. Mit 7,50 € sind wir mit 4 Personen kreuz und quer, mit U und S-Bahn durch München gefahren, und hatten so keine Probleme einen Parkplatz zu finden.
 

                        München, wir kommen auf jeden Fall wieder !

Vielleicht gibt es ja auch bald einen offiziellen Stellplatz.

Nachtrag.

Ein neuer Zündschlüssel kostete bei FIAT 79,-€ und ein Aufbau Schlüssel im Baumarkt 8,- €. Also alles in allem ein teueres Badevergnügen in der Isar.

(c) 2003 by G.Bruckhoff

[Home] [Über uns] [WoMo History] [Reiseberichte] [Stellplatztips] [Kurztripps] [Computer]